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Die Königskerze

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Text von Mag. Ursula Gerhold, Lebenswerkstätten Stainz

 

So etwa ab Mitte Juli beginnt die Zeit der Königskerzen. Auf Schutthalden, an Waldrändern, mitten im Garten - wo es ihnen gefällt, erheben sie ihre gelben Blütenarme. Jeden Tag mit den ersten Sonnenstrahlen öffnen sie ihre leuchtenden samtigen Blüten und die Bienen kommen mit Begeisterung zum Frühstück. An heißen Tagen kann es sein, dass die Blüten des Tages zu Mittag schon verblüht sind.

Wir finden in der Natur unserer Region hauptsächlich drei Königs-kerzen-Arten: die großblütige (Verbascum densiflorum), die kleinblütige (Verbascum thapsus) und die österreichische oder schwarze Königskerze (Verbascum nigrum), die eigentlich gar nirgends schwarz ist, aber eine wunderschön dunkelrote Blütenmitte hat. Als Arzneipflanze wird hauptsächlich die großblütige Art verwendet.

Die Königskerze ist eine wichtige Heilpflanze. Den Tee aus den Blüten verwendet man bei Husten und Heiserkeit. Sehr bewährt sind alle Zubereitungsformen aus den Königskerzenblüten bei allen Formen von sogenannten Neuralgien. Besonders bei der äußerst schmerzhaften Entzündung des Trigeminusnervs im Gesicht kenne ich keine bessere Arznei als die Königskerze.

Traditionell ist auch das Königskerzenöl, das bei Ohrenschmerzen und rheumatischen Beschwerden eingesetzt wurde. Dazu setzt man Königskerzenblüten in Olivenöl an, entweder als Sonnenauszug (wenn die Witterung sehr trocken ist geht das gut) oder als Warmauszug im sachte dampfenden Wasserbad (ist bei hoher Luftfeuchtigkeit die bessere Methode).

Die homöopathische Arznei Verbascum hilft wunderbar bei kitzeliger, zu den Ohren juckend ausstrahlender Heiserkeit und eben neuralgischen Beschwerden, wiederum besonders bei der Trigeminusneuralgie.

Um ein Gefühl für das Wesen der Pflanze (und damit auch der Blütenessenz und der anderen Arzneiformen) zu bekommen, schauen wir sie einmal genauer an. Zuerst die Farbe: gelbe Blüten stellen die Verbindung zur Region des Solar-Plexus her und damit zu unserer Fähigkeit, uns als eigenständige Persönlichkeit in eine Gemeinschaft einzufügen. Dann die Form: meist verzweigt, aber sehr geradlinig streckt sie ihre Blütenarme dem Himmel entgegen, mit einer starken Wurzel steht sie fest in der Erde, und mit großen Blättern erzeugt sie viel Kraft für ihre eindrucksvolle Gestalt. Hochaufgerichtet und leuchtend, immer bei sich, niemals andere Pflanzen bedrängend. Umgekehrt schafft sie es auch, aus einem Gewusel von Nachbarpflanzen in ihren eigenständigen Raum zu wachsen. Ihre Blätter sind samtig und weich, sie liebt die Wärme, wächst gerne in Gruppen - aber immer schön eine neben der anderen - gemeinsam ergibt das aber eine ungeheure Leuchtkraft. Ihre abgeblühten Stängel hat man früher als Fackeln verwendet...        

Deshalb kann die Königskerze uns auf dem Weg zu neuen Formen liebevoller menschlicher Gemeinschaften eine leuchtende Wegweiserin und Begleiterin sein.

Mir hat sie das so gesagt: "Richte dich auf zu deiner wahren Größe, lass dein Licht leuchten und herrsche in deinem Raum mit der Weisheit der Liebe"

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