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Die Minze

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Text von Mag. Ursula Gerhold, Lebenswerkstätten Stainz

 

Die Minzen sind ein erfrischend (es) belebendes Pflanzenvölkchen mit Spaß an unzähligen Variationen. Auch die sogenannte "echte" Pfefferminze ist vor ungefähr 300 Jahren in England durch eine Kreuzung aus anderen Arten entstanden. Sät man Minzensamen, weiß man also nie genau was herauskommt, weil sie sich genetisch munter austauschen.

Will man also eine konkrete Pflanze genau so weitervermehren wie sie wächst, dann kann/muss man das über Wurzelausläufer tun. Womit wir schon bei einem anderen beachtenswerten Punkt angelangt wären. Fühlt sich eine Minzenpflanze wohl, dort wo wir sie hingepflanzt haben, dann entwickelt sie knapp unter der Erdoberfläche einen eindrucksvollen Ausbreitungsdrang. Sie vermehrt sich also nicht nur über Samen kreuz und quer, sie wächst auch so. Das ist beim Ernten ein bißchen wie Ostern, aber von geordneter Übersicht im Kräuterbeet ist spätestens im zweiten Jahr nicht mehr zu reden! Es gibt nur zwei Möglichkeiten, sie in Zaum zu halten: entweder wir vergraben im Kräuterbeet einen großen Topf oder Eimer ohne Boden und lassen den Rand mindestens 5 cm aus der Erde herausstehen oder wir pflanzen sie gleich in ein passendes Pflanzgefäß. Zweiteres ist die sichere Methode. Außerdem läßt sich eventuell leichter für Halbschatten und die nötige Feuchtigkeit sorgen - vor allem die Pfefferminze liebt beides.

Apfelminze, Orangenminze, Erdbeerminze, Basilikumminze, Grapefruit-Minze... sind sehr mild und trotzdem erfrischend und kühlend wenn es heiß ist. Sie bilden kein Menthol und eignen sich deshalb auch für Kinder und für Hausteemischungen.

Arzneilich wird in erster Linie die Pfefferminze verwendet. Ihr erheblicher Gehalt an Menthol macht sie besonders in Form ihres ätherischen Öls zu einem ernstzunehmenden Schmerzmittel. Aber auch das Hydrolat ist sehr wirksam. Pfefferminze regt in jeder Form die Produktion der Verdauungssäfte von Magen und Galle an, deshalb ist es klug, die regelmäßige Anwendung nicht zu übertreiben.

Ebenso bekannt ist mittlerweile, dass Menthol die Wirkung homöopathischer Arzneien deutlich bremst, deshalb sollte man vor allem ätherisches Pfefferminzöl und Homöopathie nicht gemeinsam anwenden!

Gar kein Problem mit dem Menthol bekommen wir, wenn wir die Pfefferminze als Blütenessenz einsetzen. Da schafft sie einen klaren Kopf und erleichtert sowohl das Denken als auch das Merken. Das ist in Lernsituationen besonders hilfreich. Irgendwie baut sie quasi eine Brücke aus der Theorie in die Praxis, macht uns frisch und wach im Kopf und erleichtert damit konstruktives Tun.

Anette Frankenberger, eine sehr feinfühlige Blütenbeschreiberin, hat ein chinesisches Sprichwort zur Pfefferminz-Essenz ausgewählt. Mit diesem Zitat möchte ich unser kurzes Hinschauen heute beenden.

"Es genügt nicht, zum Fluss zu kommen mit dem Wunsch, Fische zu fangen, man muss auch Netze mitbringen."

 

Chinesische Weisheit

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