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Die Melisse

 DIE MELISSE                                                  Kr-uterbeschreibung-Lebenswerkst-ttecLzA1JJyelLWs                                

von Mag. Ursula Gerhold, Lebenswerkstätten Stainz  

Zitronenmelisse oder Melissa officinalis

Es ist eigenartig mit der Melisse. Irgendwie kennt sie wirklich jeder, in fast allen Gärten wächst sie und verbreitet sich - und doch ist fast niemandem bewusst, was für eine unglaubliche Heilpflanzesie ist. Und dass sie seit Menschengedenken geschätzt und verwendet wird. Schon der Name "Melisse" gibt uns einen Hinweis auf ihre weitläufige und alte Nutzung, er bedeutet nämlich "Biene" auf Griechisch, weil die blühende Pflanze auch eine wunderbare Bienenweide ist.

Avicenna (der "Medicus", auf den sich sowohl die Traditionelle Europäische wie auch die Traditionelle Persische Medizin gründen), Dioscorides, Hildegard von Bingen, Paracelsus - sie alle beschreiben die Melisse als eine unserer wichtigsten und umfassendsten Heilpflanzen. Sie vereint die Heilkraft von 15 verschiedenen Kräutern in sich, meint etwa Hildegard von Bingen. Nachdem die Melisse aus dem Mittelmeerraum kommend in den Klostergärten nördlich der Alpen angesiedelt worden war, entwickelte sich dort rasch eine feine Destillierkunst und es entstanden allerlei Elixiere und "Geister" wie der bekannte Klosterfrau Melissengeist.

In heutiger Zeit wird besonders die virushemmende Wirkung des Melissenextraktes in der offizinellen Phytotherapie eingesetzt (in einer Fieberblasensalbe), ebenso ist das getrocknete Melissenblatt Bestandteil vieler Arzneiteemischungen.

Im Alltag der Menschen sind heute zwei bis drei Anwendungsformen ganz üblich: Melissenblätterals duftende Dekoration von Desserts und frische Melissenblätter in einem Wasserkrug als wunderbar aromatisches Kräuterwasser.

Außerdem haben viele junge Mütter begonnen, nicht nur Holunderblütensirup sondern auch Melissensirup herzustellen, weil sie merken, dass unruhige Kinder dadurch besser zur Ruh finden können und auch ihr eigener Stress gemildert wird.

Und nicht zuletzt ist die eigene Herstellung von destillierten Kräuter- und Blütenwässern wieder auf dem Weg in die Küchen der (Kräuter-) Frauen, was ich ganz wunderbar finde. Genau dort gehört alltägliches Kräuterwissen hin!

Und im Fall der Zitronenmelisse kenne ich überhaupt keine bessere Form der Zubereitung, als das destillierte Melissenwasser. Es riecht herrlich und ist eine fast unerschöpfliche Quelle für unzählige Zubereitungen daraus: pur über Desserts, als Getränk mit Wasser oder Prosecco, als besänftigenden Raumspray, als Gesichtswasser,...

Gemischt in feinen Cremen oder mit der Frischpflanzentinktur und der Blütenessenz vermischt als "Kräuterdreiklang"...

Die getrockneten Blätter als wesentlicher Bestandteil von bunten Hausteemischungen, Kräuterpulvern (pur oder mit Salz oder Cremehonig vermischt)...

 Das wunderbarste daran, die Melisse ist gleichzeitig so mild und ausgleichend wie stark: sie macht uns innerlich ruhig und das unruhige Herz froh, sie läßt die Gedankenflut zur Ruhe kommen, damit wir gut schlafen können, sie sorgt für klare Abgrenzung und beruhigt auch aufmüpfige Viren und Bakterien.

Und weil sie das so sanft und unaufgeregt tut, gehört sie zu den wenigen Heilpflanzen, die wir auch über einen langen Zeitraum anwenden können.

Im Fall der Melisse möchte ich euch ganz besonders einladen, sich mit ihr zu verbinden.  Die Beschreibung des Melissenwassers von Susanne Fischer Rizzi (Das große Buch der Pflanzenwässer), das feine Gespür von Roger Kalbermatten (Wesen und Signatur der Heilpflanzen) und viele andere Kräuterkundige können euch Wege zu eurer eigenen Verbindung mit den Pflanzen weisen.

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